agnion startet Bau einer Heatpipe-Reformer Anlage in Grassau, Oberbayern
agnion, ein Vorreiter bei der Umwandlung von Biomasse in Synthetisches Erdgas (Bio-SNG), Strom und Wärme in dezentralen Anlagen, startet heute den Bau seiner ersten kommerziellen Anlage zur Holzvergasung. In den kommenden Monaten entsteht in Grassau im oberbayerischen Achental eine Anlage, die rund 500 Haushalte mit Strom und Wärme versorgen kann. Sie wird dazu pro Jahr rund 3.000 Megawattstunden (MWh)Strom und 5.000 MWh Wärme aus rund 2.500 Tonnen Abfallholz aus der Region produzieren. Die Verwendung von Brennstoffen aus der Region sowie der hohe Effizienzgrad der neuen Anlage ermöglichen eine Reduktion der CO2-Emissionen um 1.500 Tonnen pro Jahr. Das Bundesumweltministerium fördert auch daher den Bau der neuen Anlage mit 850.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.
Mit dem Spatenstich für die agnion-Anlage kommt die Region Achental ihrem Ziel einen bedeutenden Schritt näher, ihren Energiebedarf für Strom und Heizung bis zum Jahr 2020 vollständig aus eigenen regionalen Energiequellen abzudecken. Der Zusammenschluss von sieben Gemeinden im Verein „Ökomodell Achental“ hatte 2009 einen Wettbewerb des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gewonnen und treibt seither als Bioenergie-Region mit zahlreichen Gipfelprojekten seine nachhaltige Entwicklung voran.
Der Bürgermeister von Grassau, Rudi Jantke, erklärt: „Der Spatenstich für dieses Gipfelprojekt ist ein Grund zur Freude für unsere Region. Hier entsteht eine umweltfreundliche Anlage, die die Strom- und Wärmeversorgung hunderter Haushalte sichert und dazu das Holz aus den Wäldern am Alpenrand nutzt. Unser Achental etabliert sich so weiter als eine Vorzeigeregion für die nachhaltige Entwicklung.“
agnion CEO Dr. Stephan Mey betont den Vorbildcharakter: „Es ist bemerkenswert, mit welcher Entschlossenheit die Bioenergie-Region Achental den Wandel hin zu einer umweltfreundlichen Strom- und Wärmeerzeugung vorantreibt. Angesichts der aktuellen Debatten um Atomausstieg und Klimawandel bin ich überzeugt, dass viele Kommunen diesem Vorbild folgen werden. Denn auch deren Energieversorger können mit dezentralen Bio-Kraftwerken Rohstoffe aus der Umgebung optimal verwerten. Zumal eine Anlage, wie sie in Achental gebaut wird ebenso viel Energie erzeugt, wie ein Windrad und dies kontinuierlich und unabhängig von der Witterung.
